Im Gegensatz zum Einheitsbus des "Verbands Öffentlicher Verkehrsbetriebe" (VÖV), der um 1970 gemeinsam von den damals führenden Busherstellern (MAN, Büssing, Magirus-Deutz und Mercedes Benz) entwickelt wurde, war die 100er Serie mit den Typen
Setra S 140 ES
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eine vornehme Ausnahme.
S 130 S
(Stadtlinienbus)S 140 ES
(Überland-/Stadtlinienbus)SG 180
(Stadt- o. Überlandgelenkbus)
Aufgrund des großen Erfolgs dieser Baureihe wurden dieses Setras noch bis 1985 (!) in Ulm gefertigt. Im Zuge des Erneuerung des Fahrzeugparks bei der Fa. Dr.Richard Mitte der 70er Jahre fuhren ab Februar 1978 auf der damals neuen Autobuslinie 68A die ersten Setra S 130S als Probewagen.
Die zum Teil weiß lackierten Fahrzeuge bewährten sich von Anfang an, so daß es in den folgenden Jahren zur Übernahme der Probewagen, sowie zu den ersten Bestellungen von Setra S 140ES kam.
Bis 1985 wurden von Dr.Richard insgesamt 58 Setra S 140 ES in Stadtbusausführung (breite Vordertüre)beschafft, die von nun an jahrelang den Stadtverkehr in Wien prägten.
Erst ab Anfang der 90er Jahre erfolgte die schrittweise Ablöse der Setra durch moderne Gräf & Stift Niederflurbusse, doch bis zum Frühjahr 2001 waren die unverwüstlichen Setras im Fahrgasteinsatz.
Doch nicht nur Dr.Richard setzte auf die Setras, auch die Wiener Lokalbahnen hatten sowohl S 130 S, als auch S 140ES bis Mitte der 90er im Fuhrpark.
Auch die Firma Blaguss, die Stadtwerke Wr.Neustadt - Verkehrsbetrieb (sogar noch im Jahr 2001), sowie weitere österreichische Busunternehmen setzten auf die bewährten Setras.
Bei den Dr.Richard Setras gab es kleinere Unterschiede bei den Sitzanordnungen, eine Serie hatte im vorderen Teil überhaupt nur Einzelsitze, um auf den stark frequentierten Linien 56B/156B/58B die Stehplatzanzahl zu erhöhen. Es waren aber auch Busse mit den Sitzanordnungen 2+1, sowie 2+2 vertreten, erkennbar an der zweiten Stelle der Wagennummer.
Der Museumswagen R 1361 entstammt der Serie R 1328 - 1362 und wurde am 29.Mai 1985 auf das Kennzeichen W 770.641 angemeldet. Die ersten Einsätze erfolgten zunächst auf der Linie 80A, später auf der Linie 53B, schließlich als Stammwagen auf der Linie 60B. Auch im Schienenersatzverkehr für die Linie 62 im Sommer 1991 fuhr unser Museumsbus.
In den letzten Jahren wurde der 1361 noch auf den verschiedensten Linien Wiens als Springer- und Reservebus eingesetzt, zuletzt auf der kurze Zeit später eingestellten Autobuslinie 78A. Am 22.12.2000 erfolgte die Abmeldung bis schließlich am 12.1.2001 der Bus feierlich an das Österreichische Omnibusmuseum übergeben wurde.
Mit diesem Bus konnte ein wichtiger Vertreter und lange Zeit das Wiener Stadtbild prägender Linienbus in den Museumsstand gerettet werden, der Bus ist betriebsfähig und steht ab ca. Juli 2001 für Sonderfahrten, aber auch andere für andere Gelegenheiten für Sie zur Verfügung.