Der historische Linienbus der Type Gräf & Stift U7- OSU 155/46 entstammt einer nur 10 Fahrzeuge umfassenden Kleinserie, die in den Jahren 1968-1969 von den Wiener Verkehrsbetrieben für die Bergstrecken beschafft wurde.
Gräf & Stift U7-OSU 155/46
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Der Museumsbus wurde am 14.1.1969 auf das Kennzeichen W 76.492 zugelassen und erhielt anfangs die Betriebsnummer 8992. Als Besonderheit für den bereits erwähnten Einsatz auf den Bergstrecken wurde diese Bustype mit einem 5 Gangschaltgetriebe von ZF ausgestattet, die übrigen Busse besaßen ein Automatikgetriebe.
Zum Einsatz gelangten die U7er hauptsächlich auf den Linien:Außerdem wurden diese Busse als Reservefahrzeuge noch bis 1979 auf zahlreichen anderen Linien eingesetzt.
- 33A Heiligenstadt - Wexstraße (Betriebsbhf. Brigittenau)
- 38S bzw. 21 Grinzing - Cobenzl - Kahlenberg
- 41A Pötzleinsdorf - Neustifter Friedhof
- 49A Hütteldorf - Wolfersberg - Bierhäuslberg
- 60A Liesing S - Atzgersdorf-Mauer S - Maurer Berg
Die erste Ausmusterung mit dem Bus 8994 (nach einem Unfall) erfolgte 1974, Nr. 8990 wurde 1979 verschrottet, die übrigen 8 Busse wurden zu Arbeitswagen umnummeriert und erhielten die neuen Betriebsnummern 9921...9929, wobei die Betriebsnummer unseres Museumsbus (9922) im Jahre 1987 in 9929 geändert wurde.
Im September 1981 erhielt der U7er in Wien-Liesing bei der Fa. Gräf & Stift Doppelpedale und einen Fahrlehrersitz, da er zum Fahrschulbus umgebaut wurde. Von Dezember 1981 bis zu seinem Ausscheiden am 27.8.1992 fuhr der nunmehrige 9929 ca. 59.000 km im Fahrschulbetrieb der Wiener Verkehrsbetriebe. Im darauffolgenden September wurde der Bus von einer Privatperson erworben, es erfolgte der Ausbau der Fahrschuleinrichtungen und die Wiedereinbau der Dreiha-Heizung, die dem Fahrschulbetrieb zum Opfer fiel.
Der Bus wurde außerdem an die Anforderungen des Überlandreiseverkehrs angepaßt und erhielt auf der hinteren Plattform einen Kasten für Werkzeug und Reserverad, sowie einen Kühlschrank.
Imzuge der Umbauten, die nach wenigen Monaten abgeschlossen werden konnten, wurden die technischen Neuerungen in die Einzelgenehmigung eingetragen, außerdem die Sitzplatzanzahl um 1 vermindert und die Stehplätze gestrichen.
Es erfolgte die Anmeldung als Omnibus, sowie jährliche Überprüfungen durch die technische Aufsichtsbehörde, wobei es im Laufe der Jahre zu keinen nennenswerten größeren Beanstundungen gekommen war. Der Bergbus wurde von seinem damaligen Besitzer mit ein paar Freunden gehegt und gepflegt und bei vielen Sonder- und Ausflugsfahrten, sowie einigen Oldtimertreffen eingesetzt.
Im Oktober 1996 veranstaltete die Zeitschrift "E" eine große Sonderfahrt, wobei fast alle Linien, wo dieser Bus zum Einsatz kam, befahren wurden. An zahlreichen Stellen gab es "Fotohalte", wo der mit den Originalzielschilder besteckte Bus in seinem ursprünglichen Einsatzgebiet fotografiert werden konnte.
Im Frühjahr 2001 wurde der U7 Nr. 9929 vom Österreichischen Omnibusmuseum in einem ausgezeichneten, betriebsfähigen Zustand übernommen. Wie auch die beiden anderen Betriebsfahrzeuge, steht auch unser Gräf & Stift U7-OSU 155/46 Bergbus für Sonderfahrten und andere Einsätze zu Ihrer Verfügung.